1883 – 2008    125 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Hattstedt–Wobbenbüll 

Nachdem das Feuerwehrlöschwesen nach althergebrachter Verfassung immer mehr versagte, beriet man in den Jahren um 1870 es auf andere Grundlagen aufzubauen.

Die Gründung der ersten freiwilligen Feuerwehr in Süddeutschland fand überall Beifall, so auf in unserer Heimat Schleswig-Holstein.

In Hattstedt gründen dann am 2. September 1883 46 Mitglieder die Freiwillige Feuerwehr Hattstedt – Wobbenbüll und wählen zu ihrem Hauptmann den damaligen Küster Tüchsen. 

Die Ausrüstung der Wehr besteht aus:

                  

1 vierrädrige Spritze mit Normalverkupplung

8 Schläuche a 15m Länge

2 Zubringerschläuche a 7,5m Länge

1 Schlauchhaspel

2 Ansatzleitern

6 Dachleitern

4 Haltehaken

8 Patschen

2 Kratzer

63 Helme

60 Blusen

64 Paradegürtel

16 breite Schnüre

136 schmale Schnüre

6 große Sterne

12 Schwalbennester

1 Trommel

3 Signalhörner

3 Nebelhörner

3 Flöten 

1883 – 1893  Große Geschehnisse zeigt die Chronik nicht auf. Es finden in diesen Jahren  mehrere Ehrengerichtsverfahren wegen ungebührlichen Verhaltens, Uniformbeschädigungen, Prügelei und Trunkenheit statt. Es gibt Strafen von 1-6 Mark. Mit dem Ausschluss wird mehrfach gedroht. 

1894 Nach Beschaffung neuer Uniformen ist ein wichtiger Punkt der Generalversammlung das Ergebnis einer Stoffmusteruntersuchung dieser Uniform durch das technische Laboratorium in Kiel. Es weist aus, dass der Stoff aus 50% Wolle und 50% Baumwolle besteht und somit minderwertig ist. Der Lieferant wird durch Rechtsanwalt Hansen auf Schadenersatz verklagt. 

1896  Frühjahr 1896 Brand eines Wohngebäudes in Olderup. Am 27. August wird der Bau eines Steigerhauses für 512 Mark an Broder N. Petersen vergeben. Der Bauplatzpreis beträgt 200 Mark. Die Abnahme erfolgt am 4. Oktober ohne Beanstandung. 

1897  Am 3. Januar Wahl von Broder N. Petersen zum Hauptmann. Schon am 7. August des gleichen Jahres wird jedoch Joh. Jensen zum Hauptmann der Wehr gewählt. 

1898  Für 15-jährige Dienstzeit werden 7 Kameraden gelbe und 20 Kameraden für 5-jährige Dienstzeit rote Winkel verliehen. Für 10-jährige Dienstzeit erhalten 2 Kameraden Sterne. Am 24.Juli Brände durch Blitzschlag bei Lorenz J. Johannsen, Wobbenbüll und H. Petersen, Altendeich. Am 26. November Brand der Hattstedter Mühle, wobei das Wohnhaus gerettet werden kann. 

1899  Am 29. Dezember wird Joachim Hansen neuer Schriftführer, da die Wehr es abgelehnt hat L.J. Joachimsen für seine Arbeit zu entschädigen.

                    

1901  Brand des Wohnhauses des Kornhändlers Peter Petersen am 19. August. Am 26. November Brand des Wohnhauses von N.F. Petersen. 

1903  Wegen Unstimmigkeiten Auflösung der Wehr nach 20-jähriger Tätigkeit. Auf Antrag des Amtsvorstehers erfolgt jedoch sofortige Neugründung. Es treten 42 Mann der Wehr bei. Neuer Hauptmann ist Peter Hansen. Infolge Vernachlässigung der Geräte und Utensilien müssen verschiedene Verbesserungen und Neuanschaffungen gemacht werden. 

1904  Die Freiwilligen Feuerwehr der Spritzenkommune Hattstedt – Wobbenbüll gibt sich eine neue Satzung. 

1905  Der erste „Minimax“-Feuerlöscher wird angeschafft und in der Schmiede von Johann Carstensen stationiert. Es wird die Gründung einer Feuerwehrkapelle erörtert. Ein Brand im Gebäude von Nikolaus Fr. Petersen am 13. August kann von den Nachbarn gelöscht werden. Am 13. Dezember Brand des gleichen Hauses, jedoch mit größerer Ausdehnung .Um eine bessere Alarmierung zu erreichen werden u.a. 10 neue Feuer-Meldeschilder aufgestellt. 

1906  26. Februar Brand der Tischlerei von Carl Backhaus. Ein Löschen ist nicht möglich, jedoch wird das von Funkenflug stark gefährdete Nachbarhaus von Boy M. Petersen gerettet. 27. Juli Brand bei Heinrich Matthiesen. Die Alarmierung der Wehr durch 8 Feuerhörner und 11 Meldeschilder erheblich verbessert. 

1907  Bildung eines Musikzuges. Für Überholung der Musikinstrumente werden 30 Mark aus der Kasse gewährt. Die Ausbildung der Musiker erfolgt in Husum. Hierfür entstehen Kosten in Höhe von 60 Mark. Im September Brand des Vierrutchenbergs des Bahnwärters Jansen. 

1908  Es wird der Antrag an die Hartsteinwerke gestellt, bei Alarmierung die Dampfsirene in Betrieb zu setzen. Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Wehr wird am 2. September vom Amtsvorsteher an 15 Kameraden Dienstabzeichen für 25-, 15-,10, und 5-jährige Mitgliedschaft verliehen. Außerdem erhalten die Kameraden H. Tüchsen, Peter Hansen und Johann Chr. Paulsen für 25 Jahre Dienstzeit ein Diplom. Am 21. September bewährt sich die Alarmierung durch die Dampfsirene beim Brand des Wohnhauses von August Sievertsen. 

1909  Am 25. Juni Brand im Hause des Stellmachers Carsten Carstensen. Wehr rückt ohne Einsatz wieder ab. Ein besonderes Ereignis ist am 17. Juli die Verleihung des vom Kaiser allerhöchst verliehenen Ehrenabzeichen durch Landrat Nasser an Hauptmann Hansen und Spritzenmeister Christian Paulsen. 

1910  Anfang Juni stirbt Oberbrandmeister Peter Petersen, Olderup. Hauptmann Peter Hansen wird als Nachfolger vom Amtsvorsteher ernannt und vom Landrat genehmigt. Er legt sein Amt als Hauptmann nieder dieses Amt übernimmt Obersteiger Joachim Hansen. 

1911  In diesem Jahr müssen die Übungen wegen einer bösen Seuche ausfallen. Dieses ist für die Ausbildung nicht günstig. Ein großes Glück ist es dass die Wehr nicht ernstlich geprüft wird, da bei der großen Trockenheit erheblicher Wassermangel herrscht. 

1912  Mit finanzieller Unterstützung der Spritzenunion und der Sparkasse werden neue Helme angeschafft, die erstmals bei einer Amtsübung in Olderup getragen werden und einen guten Eindruck machen. 

1913  Das 30-jährige Stiftungsfest wird am 31. August zusammen mit einer Amtsübung festlich begangen. 

1914 – 1918  Fast alle Kameraden werden nach und nach zum Heeresdienst eingezogen, so dass auf ältere Mitglieder zurückgegriffen werden muss. Behördlicherseits müssen sich alle 16-bis 60-jährigen für den Feuerwehrdienst zur Verfügung stellen. In diesen vier Kriegsjahren gibt es nur einen Ernstfall. Das Wohnhaus des Kameraden Johs. Hansen wird durch ein Blitzschlag entzündet. 

1919  Joachim Hansen wird Oberbrandmeister. Nachfolger als Hauptmann ist Ingwer Nissen. Steigerführer werden Martin Feddersen und Peter Cords. 

1920  Ende Oktober findet eine Besichtigung der Wehr durch den Feuerlöschdirektor und Landesbrandmeister statt. 

1921  Folgender Antrag auf Strafgelder wird gestellt: Zu spät kommen = 1 Mark; Fehlen ohne Grund = 5 Mark; Antreffen in Uniform in Gastwirtschaft eine Stunde nach Dienstschluss = 10 Mark; Fehlen bei Feueralarm = 5 Mark. 

1922  Die Wehr leidet unter der zunehmenden Geldentwertung. Auch Zuwendungen, z.B. Schenkung der Sparkasse von 1000 Mark, helfen nicht. 

1923  Die Brüche werden auf 10, 50 und 100 Mark erhöht. Wegen wirtschaftlicher Depressionen findet kein Stiftungsfest statt. 

Diesjährige

 

Einnahmen:

65.813.877 Mark

Ausgaben:

62.937.668 Mark

Rest:

  2.876.380 Mark

 Die Währung ist: 5000 Mark = 1 Pfennig. 

1924  Obersteiger Christian Hinrichsen  scheidet aus. Nachfolger wird Christian Thomsen.

1925  Neue Uniformjacken werden gekauft. Der Amtsvorsteher verleiht Ehrenzeichen für 25-jährige Dienstzeit. 50 Mark Schulden müssen bei der Bank aufgenommen werden. 

1927  Das gute Funktionieren der Sirene in Husum wird gelobt und es wird bedauert, das die Hattstedter Wehr wegen der hohen Kosten an die Anschaffung einer Sirene nicht gedacht werden kann. Bernhard Petersen wird neuer Kapellmeister. 

1928  Am 16. August Brand der Motormühle in Horstedt. Weil die Spritze der Horstedter Wehr versagt hat, muss die Hattstedter Wehr voll in Tätigkeit treten. 

1929  Erstmals Verleihung von 40-jährigen Dienstabzeichen. Für 250 Mark von der Landesbrandkasse werden 2 tragbare Feuerlöscher angeschafft. Ein Bodenbrand bei Bäckermeister Sönke Mommsen kann am 4. Oktober durch schnelles Eingreifen rasch gelöscht werden. 

1930  Es wird erörtert eine Motorspritze anzuschaffen. Der Schriftführer wird beauftragt, Listen für Auszeichnungen zu erstellen und zwar für das Staatsministerium Preußen und für den Preußischen Feuerwehrverband. 

1931  Nach 12-jähriger Tätigkeit als Hauptmann tritt Ingwer Nissen zurück. Als Nachfolger wird Peter Lorenzen gewählt. Am 15. November Brand des Schuppens bei Siegfried Nissen. Wohn- und Wirtschaftsgebäude werden gerettet. 

1932  Am 7. Januar Brand des Wohnhauses beim Schmiedemeisters Ludwig Nissen. Das Feuer wird auf den Herd beschränkt. Am 16. August Brand des Bienenhauses von Postschaffner Johannes Burmeister. Das Feuer wird von Kapellmeister Bernhard Petersen mit einem Minimax gelöscht. 

1933  50-jähriges Bestehen der Wehr am 3. September. Von 12 noch lebenden Mitbegründern der Wehr sind 11 der Einladung gefolgt. Viele Mitbürger, viele Gäste, darunter auch vorgesetzte Behörden, helfen das Fest verschönen. Es werden in diesem Jahr neue Kokarden und Rauchmasken angeschafft. 

1934  Der Amtsvorsteher Überreicht die vom preußischen Innenministerium neu gestiftete Ehrenabzeichen an seine Kameraden. Hinweis vom 1. Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes mit „deutschen Gruß“ zu grüßen. Neuer Spruch: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“. Neues Gesetz vom 1. Januar 1934: „Wehren werden für ihren Aufgabenbereich zu Organen der Polizeiexekutive“. Die Wehren erhalten neue Stellung eingeräumt und werden zu einer Wehrtruppe im volkswirtschaftlichen Sinne straffer umgebildet. 

1935  Am 18. September tritt Peter Lorenzen als Hauptmann zurück. Neuer Wehrführer wird Mathias Lorenzen. 21.-27. Oktober deutsche Luftschutzwoche. Der Gebrauch von Atemschutzmasken wird geübt. 18. Dezember: Brand des Hauses der Ww. Brodersen. 

1936  Durch Wegzug von Bernhard Petersen nach Husum droht sich die Kapelle aufzulösen, kommt aber durch tatkräftiges Zureden des Amtsvorsteher und mit Hilfe von Siegfried Hansen wieder auf die Beine.

                 

1937  Der Wehr wird eine Motorspritze geschenkt. Dadurch ist für die Handdruckspritze „Feierabend“. Am 13.August findet ein Propagandamarsch statt. Eine Wehrbesichtigung fällt wegen Maul- u. Klauenseuche aus. Ihren ersten Einsatz hat die neue Motorspritze beim Brand des vom Blitz getroffenen Hauses von Wolber Ketelsen. 

1939  8 Kameraden werden zur Wehrmacht eingezogen. 9. Dezember: Nachts ein Brand beim ehemaligen Deichgrafen Iwersen-Schmidt. Durch die Bewährung der Motorspritze kann das Wohnhaus gerettet werden. 

1940  13 Minimaxe werden beschafft und im Ort verteilt. An Kameraden die eingezogen sind werden Geschenkpakete verschickt. 

1941  Fortlaufend werden Kameraden eingezogen, deshalb müssen 11 Mitbürger dienstverpflichtet werden. Ferdinand Boysen wird Wehrführer, nachdem er aus dem Wehrdienst entlassen wurde. 14.-15. Februar: Brand der Meierei. Schneegestöber und schlechte Alarmierung sind wahrscheinlich der Grund dafür, dass kein Maschinist an der Brandstelle ist. Am 20. Oktober Brand des Stallgebäudes von Hans Clausen. Ein übergreifen des Feuers auf die Gastwirtschaft kann verhindert werden. Es wird zu unbedingten Teilnahme an den Übungen ermahnt. „Kriegswichtig!“.  

1942  Nunmehr sind 25 Kameraden aktiv im Kriegsdienst, deshalb werden nochmals 5 Bürger zum Feuerwehrdienst verpflichtet. 12. April: Jürgen Petersen muss mit der Motorspritze nach Altendeich, um bei der Sprengung eines Bombenblindgängers mitzuarbeiten. Am 14. November: Brand des Bauerhauses von Pächter Peter Paulsen. Mit Hilfe eines Zuges von Flak-Soldaten, die zufällig durch Hattstedt fahren, kann das Mobiliar und das Vieh bis auf ein Stück gerettet werden.  

1943  Wieder werden 8 Kameraden zum Heeresdienst eingezogen. 20. August: Brand des Hofes von Johannes Nöhren.  

1944  In diesem Jahr werden 9 Kameraden eingezogen. Zur Zeit besteht die Wehr aus 29 aktiven und 20 dienstverpflichteten Männern. Die Husumer Freiwillige Feuerwehr hat im Krieg den Auftrag, Hilfe in Kiel und Hamburg zu leisten. Während dieser Einsätze übernimmt die Hattstedter Wehr die Vertretung in Husum. 19 Mai: Durch Fliegerangriff stehen in Husum in der Schobüller-Straße ca. 10 Häuser in Flammen. Ebenfalls betroffen ist Hockensbüll. Am 20. August wird das Wohnhaus von Jens Carstensen in Wobbenbüll vom Blitz getroffen.  

1945  Nach der Kapitulation am 08. Mai werden die Geräte nur noch von einigen älteren Kameraden in Ordnung gehalten. Durch den Krieg hat die Wehr insgesamt 8 Kameraden verloren.  

1946  Die Verpflichtungen von Mannschaften aus Kriegszeiten werden aufgehoben. Es gibt wieder eine Freiwillige Feuerwehr. Die Stärke der Wehr steigt von 21 auf 45 Mann. Die Kapelle wird neu gegründet.  

1947  Christian Höfer wird zum Wehrführer gewählt. 07. Januar: Brand des Strohdachhauses von Anna Schulz.  

1948  Am 21. Juni: Brand des Hauses der W.w. Jacobsen. Wegen schlechter Wasserverhältnisse kann die Wehr nicht eingreifen. 12. Dezember: Brand des Abnahmehauses von Christian Paulsen. Durch den Brand werden 2 Flüchtlingsfamilien obdachlos. Aufgrund verstorbener Kameraden in russischer Gefangenschaft hat die Wehr nunmehr 10 Kameraden durch den Krieg verloren.  

1949  Am 10. Februar: Brand des Hofes Hoffmann. Da nichts mehr gerettet werden kann, muss die Wehr nur die Brandstelle ablöschen. 13. Februar: Es brennt das Haus von Bernhard Hansen.  

1950  Die Feuerwehrkapelle hat sich unter der Leitung von Paul Appelles sehr gut entwickelt. 07. Mai: Brand bei Max Assmussen. Die Wehr ist sehr schnell zur Seite. Erstmals nehmen Kameraden an Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee teil. Es werden neue Uniformen und Jacken gekauft.  

1953  11. Mai: Brand des Hofes von Karl Petersen in der Wiede. Die Nachbarwehren müssen helfend eingreifen, da die eigene Spritze zur angeordneten Prüfung in Harrislee ist.  

1954  10. Januar: Ein Entstehungsbrand bei der Gastwirtschaft von Lorenzen Hinrichsen kann rechtzeitig gelöscht werden. Im April: Brand im Waldlager in Schobüll. Eine Wohnbaracke – bewohnt von mehreren Flüchtlingsfamilien - kann nicht mehr gerettet werden. 

1955  Die Alarmhörner werden überholt und eine Sirene bei Heinrich Feddersen installiert.

                      

1956  Nachdem der Neubau der Schule fertiggestellt ist, kann im alten Schulgebäude ein Klassenraum für 5 Jahre zur Unterbringung der Spritze und der Geräte gemietet werden. Am 01. März: Feueralarm. Es brennt der Hof von Lorenz Hinrichsen. Die Husumer Wehr leistet mit ihren großen Scheinwerfern gute Dienste. Denn noch leider erfordert dieser Einsatz ein menschliches Opfer. Heinrich Feddersen, der die Aufgabe hat die Horstedter Wehr von der Bundesstraße zur Brandstelle einzuweisen, wird von einem daherrasenden Motorrad erfasst und schwer verletzt. Er stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. 10. Dezember: Brand in der Wohnbaracke bei Karl Rudolph. Am 13. Dezember wird die elektrische Hauptleitung der Kirche vom Blitz getroffen. Das Feuer kann mit Feuerlöschern und Wassereimern gelöscht werden.  

1957  23. Februar: Brand bei Otto Rieckmann. Ferdinand Boysen erhält die Feuerwehr-Verdienstmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes durch Kreisbrandmeister Jensen überreicht. 

1958  Es wird eine 2. Löschgruppe aufgestellt, die von Ernst-Robert Carstensen geführt wird. Die 1. Gruppe führt Peter Johannsen. Im August wird eine neue TS einschl. Anhänger und für alle Wehrmänner neue Helme beschafft. Am 6. September feiert die Wehr ihr 75-jähriges Bestehen. 

1959  17. April: Es gelingt der Hattstedter-Wehr, den Brand des Weichdachhauses von Max Petersen in Schobüll abzulöschen, da der Wagen der Husumer Wehr von Schaulustigen abgedrängt wird und im Graben landet. 

1960  Brandmeister Christian Höfer tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Bei den darauf durchgeführten Neuwahlen wird Ernst-Robert Carstensen neuer Wehrführer. 15. August: Einsatz beim Brand des Hauses von Otto Rieckmann. 26. August: In einem Schuppen bei Adolf Sievertsen, ist ein Feuer ausgebrochen. 

1962  In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar wird die Wehr alarmiert. Die größte Flutkatastrophe seit 100 Jahren hat die Deiche in der Hattstedter-Marsch schwer angeschlagen. 31. März: Feuer in der Tischlerei Alfred Kosanke. 5. August: Ein Großfeuer ist auf dem Gelände der Holzhandlung C.G. Christiansen in der Husumer Innenstadt ausgebrochen. 8 Feuerwehren kommen zum Einsatz. 12. September: Lenzen der Kellerräume der Spar- und Darlehenskasse. Sonntag, 23. September: Erneut Großfeuer bei der Firma C.G. Christiansen in Husum. 

1963  11. Januar: Hilfeleistung beim Brand eines Hofes in Olderup. 36 Kameraden erhalten die vom Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein gestiftete Sturmflutmedaille. 6. April: Flächenbrand bei Richard Paulsen. Anfang Mai nehmen Wehrführer Carstensen und Maschinist Jürgen Petersen das  neue Feuerwehrfahrzeug in Empfang. 7. September: Die Wehr begeht ihr 80-jähriges Bestehen 

1964  6. Oktober: Brand der Hinterachse eines Tankfahrzeuges auf der Bundesstraße 5.

1965  13. August: Höhepunkt dieses Jahres ist die Weihe der neuen Feuerwehrfahne.

                 

1966  9. Januar: Zimmerbrand bei Mathilde Sühl. 10. März Brand des Hofes von Paul Jensen. 12. August Küchenbrand bei Johs. Petersen. 

1967  17. Februar: In der Gemarkung Schobüll brennt eine ca. 1 ha große Tannenschonung. Zusammen mit den Wehren Schobüll und Husum ist das Feuer bald gelöscht. 23. Februar: Ein Orkanartiger Sturm bringt das Gebäude von Albert Carstensen zum Einsturz. 2. März: Bei starkem Sturm Brand im Obergeschoss des Gebäudes von Reifenhändler Heinrich Carstensen. Am 17. Oktober wieder Sturmalarm. Es müssen Deichwachen gestellt werden. 

1968  5. Dezember: Es brennt das alte Schulgebäude in Arlewatt. Wegen der sehr schlechten Wasserverhältnisse ist leider ein Totalschaden nicht zu verhindern. 

1969  9. April: Schornsteinbrand bei Franz Peetz. 16. April: Schuppenbrand bei Martin Bozek. 11. September: Schuppenbrand bei Pohlmann. Am 28. September wird die bronzene Leistungsplakette erworben. 28. September: Brand bei Lorenz Thomsen. Am 7. November brennt das Weichdachhaus von Christian Clausen. 12. November: Es brennt der Hof von Thomas Carstensen. 

1970  29. Januar: Brand im Schweinestall von Carsten Iwersen.18. Juni: Ablöschen eines durch Unfall in Brand geratenen Autos. Dachstuhlbrand am 22. Juni bei Werner Henkes. 29. August: Einsatz bei Ferdinand Wolbersen.  

1971  Wegen Gefährdung des Schießstandes ist in diesem Jahr ein mehrfaches Ablöschen der Schutthalde am Mühlenberg erforderlich. Am 14. Juni Einbau einer Sprechfunkanlage in das TSF. 

1972  6. Oktober: Brand des Geweses von Peter Cosmos. Es gelingt der Wehr, zusammen mit tatkräftiger Unterstützung der Nachbarn, das lebende Inventar zu retten.19. November: Brand des Wohnhauses von Carl Brodersen. Am 23. Dezember brennt ein Geflügelstall von Lorenz Thomsen. 

1973   Am 1. September wird das 90-jährige Bestehender Wehr festlich begangen. Mehr als 200 Gäste, unter ihnen MdL Leo Spaeth, Kreisbrandmeister Hinrich Struve und stell. Kreisbrandmeister Paul J. Feddersen nehmen an dem Festball teil. 

1974  3. Januar: Pkw-Brand auf der Bundesstraße 5. 29. Juni: Brand des Anwesens von Lorenz Th. Feddersen. 7. September: Hilfeleistung beim Brand der Tischlereiwerkstatt Petersen.17. September: Brand des Wohnhauses von Christian Böttger. Im Laufe des Jahres ist mit tatkräftigem Einsatz aller Kameraden das ehemalige Meiereigebäude zu einem Gerätehaus mit Unterrichtsräume und sanitären Anlagen umgebaut worden. 30. November: Bergung eines durch Glatteis verunglückten Pkw. 

1975  25. Januar: Deichkatastrophenalarm. Am 11. April nimmt die Wehr Abschied vom alten Gerätehaus und bezieht ihr neues Domizil. Dieser Tag wird verbunden mit einem Musikfest der FF-Kapellen Nordstrand, Langenhorn und Hattstedt-Wobbenbüll. Weitere kleine Einsätze sind auch in diesem Jahr durch Beseitigung von Ölspuren und Bekämpfung von Freiflächenbränden erforderlich. 

1976  3. Januar: Wieder bedroht eine schwere Sturmflut unsere Küste und macht einen harten Einsatz erforderlich. Durch die Gewalt des Sturmes wird der Kirchturm so stark beschädigt dass ein Abriss erforderlich ist. 21. Januar: Erneut Katastrophenalarm. Es müssen Deichwachen gestellt werden. 25. Februar: In der Dachwohnung von Holger Möller ist ein Zimmerbrand ausgebrochen. Leider fordert dieses Feuer zwei Menschenleben.  

1977  15. Juni. Übernahme des neuen Tanklöschfahrzeug. 6. November Ein brennender  Pkw gefährdet die Tankstelle von Jochen Oldenburg. Mehrere Einsätze durch z.T. schwere Verkehrsunfälle und Brande waren im Verflossenen Jahr nötig. 

1978  13. Februar: Ölofenbrand bei Ipsen im Wobbenbüller-Schacht. 14. März: Hilfeleistung beim Brand des Stohdachhauses von Fräulein v. Rhoden. 19. Juli: Beginn einer mehrtägigen Suche nach einem vermissten 92-jährigen Rentner. Am 2. Dezember, Schornsteinbrand bei Friedrich Knaak. 

1979  Bei der Über Jahreswende hereingebrochenen Schneekatastrophe ist die Hilfe der Wehr erforderlich.13. Februar: Wegen heftiger Schneestürme erneut Katastrophenalarm. Wegen  der einsetzenden Schneeschmelze müssen mehrere Keller ausgepumpt werden. Auch in diesem Jahr erfordern Brände den Einsatz der Feuerwehr. 

1980  23. April: Schuppenbrand bei der Abdeckerei. Durch schnelles Eingreifen der Wehr kann ein Waldbrand verhindert weden.7. Juni Brand auf dem Schrottplatz bei Hein Lorenzen. 2. August Brand einer Müllkippe beim Mühlenberg. Auch hier Waldbrandgefahr. 22. August Schuppenbrand durch Heuselbstentzündung bei Uwe Holst. 

1981  Mit Jahresbeginn wird die Wehr mit Meldeempfängern ausgerüstet, nachdem für das Ortsnetz die Notrufnummern 110 und 112 eingeführt sind. Jochen Oldenburg wird zum neuen Wehrführer gewählt. 24. November: Katastrophenalarm. Besetzung der Stöpe in Wobbenbüll und Deichgänger. Ebenfalls werden in diesem Jahr durch Schornsteinbrand, Pumparbeiten usw. mehrere Einsätze erforderlich. 

1982  Außer 2 Pkw-Bränden am 5. Februar bei Artur Carstensen und am 22. September bei Günther Vollbeer, verursacht durch Schweißarbeiten, sind 1982 keine weiteren Einsäte erforderlich. 

1983  Aus 43 aktiven Mitglieder besteht die Wehr im Jubiläumsjahr. Das 100-jährige Bestehen wird mit einem umfangreichen Programm gefeiert. Eine Abordnung der Partnerfeuerwehr auf Gerstetten (Schwäbische Alb)  ist zu Besuch in Hattstedt.

 

 
 

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